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Hinter den Kulissen der Museen Muttenz: Noch ein Blick zurück

Barbara Rebmann

Trotz Corona-Einschränkungen ist im vergangenen Jahr in den Museen hinter den Kulissen viel gelaufen, speziell auch dank der Mithilfe von Fördervereinsmitgliedern und unserer ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen, die uns bei Bedarf immer mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Im Januar begann Philipp Potocki mit den Arbeiten am Schriftenarchiv im Ortsmuseum. Eine grosse Hilfe war dabei neben seiner privaten Spezialausrüstung auch seine Erfahrung aus der Aufarbeitung des Freidorf-Archives. In gut 400 ehrenamtlichen Stunden erstellte er eine digitale Bestandesaufnahme unserer mehr oder weniger historischen Schriften. Nun müssen diese rudimentär digitalisierten Aufzeichnungen, Hefte und Bücher noch irgendwie nach Relevanz sortiert und in eine sinnvolle Ordnung gebracht werden. Beispielsweise sind Themenschwerpunkte zu definieren, Auswärtiges auszusortieren und eine sinnvolle Benennung der Dokumente und ihrer Archivplätze auszuarbeiten. Dann erst kann alles in geeigneter Form der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Dies wird aber sicher noch einmal so viel Zeit in Anspruch nehmen, wie jetzt bereits ehrenamtlich investiert worden ist.

Im April wurde dann nach anderthalb Jahren auch das Bauernhausmuseum wieder frisch gelüftet, gereinigt und die Betten frisch bezogen. Für den Frühjahrsputz und die nötigen Entrostungs- und Imprägnierungsarbeiten standen hier einmal mehr Fördervereinsmitglieder im Einsatz. Die von Ursi Bürgin und Catherine Käppeli in unzähligen Stunden angefertigten Vorhänge mit Klöppelspitzen konnten endlich in der Stube und in der «Schloofchammere» montiert werden.

Nach einem ersten Reinschnuppern nahm Marianne Landgrebe ihre «Lehrzeit» im Depot Donnerbaum in Angriff, wo Sie sich in die Sammlungsarbeit einarbeiten möchte. Die Menge an Theorie, die man für das Handling und die korrekte Inventarisierung und Dokumentation der Objekte braucht, liess oft ihren Kopf rauchen.

Im Mai begannen im Depot Geispel die Sortierarbeiten. Dabei wurden zwei Mulden voll unrettbaren Objekten und nicht mehr zu gebrauchendem «Bau- und Transportmaterial» vor dem Depot bereitgestellt und später abgeführt. Auch hier standen mehrere Helfende im Einsatz.

Ende Juli, bei schönstem Sommerwetter, luden unsere beiden Köche Schaggi Gysin und Franz Näf zum traditionellen «Suurchrutt-Ässe» der Arbeitsgruppe Museen und aller Helfenden ein. Da wir nach Aufhebung der «Stuubede» nicht mehr so viel zusätzliches Personal rekrutieren müssen, genügte nur je eine kleine Stande mit Kraut und eine mit Rüben. Sie waren wegen des ausgefallenen Arbeitstages im Herbst unter Ausschluss der Öffentlichkeit eingesäuert worden.

Im September unterstützten uns noch einmal drei Mitglieder des Fördervereins beim weiteren Entrosten und Imprägnieren grosser und kleiner Metallgeräte im Depot Geispel.

Im November profitierten wir zum ersten Mal von einem Zukunftstag der Schulen. Hier gleich die persönliche Schilderung von Deirdre Sommerhalder: Im Rahmen des diesjährigen Zukunftstags hatten wir von der Schule die Aufgabe bekommen, einen gemeinnützigen Beitrag in einem Haushalt, Verein oder Ähnlichem zu leisten. Ich habe mich entschieden, im Ortsmuseum und dem Bauernhausmuseum in Muttenz zu helfen und zu arbeiten. Am Vormittag war ich zuerst im Lager auf dem Geispel. Zu Beginn hatte ich einen interessanten Rundgang, wo ich sehr viel Spannendes gesehen und auch gelernt habe. Dort habe ich dann mehrere Objekte geputzt, den Rost vom Metall entfernt und sie anschliessend mit einem speziellen Lack bestrichen. Anschliessend hatte ich noch eine exklusive Führung durch das Bauernhausmuseum und auch noch eine durch das Ortmuseum, welches gleich über dem Feuerwehrmagazin ist. Was mich sehr beeindruckt hat, waren die Bilder wie Muttenz früher einmal ausgesehen hat. Am Nachmittag war ich im Depot Donnerbaum. Ich durfte alte Fotoalben in der Datenbank registrieren, damit man die Alben später in diesem grossen Lager wieder einfach finden kann. Mein Tag war sehr spannend und informationsreich. Ich kann allen empfehlen die Museen in Muttenz zu besuchen.

Im Dezember stand dann die Einrichtung des Adventsfensters im Bauernhausmuseum im Mittelpunkt. Die Vorbereitungsarbeiten mit dem Einkleiden der Schaufensterpuppen hatten sich diesmal schwieriger gestaltet als erwartet. Aber auch dies gelang dank externer Hilfe. Das Begleitmotiv war stimmig und wir konnten einen weiteren Ausschnitt aus unseren Sammlungen zeigen.

Nun sind wir mit dem Ausräumen des Adventsfensters bereits wieder im «Museumsalltag» angekommen. Das Ortsmuseum öffnet hoffentlich wieder am Sonntag 30. Januar von 14-17 Uhr, natürlich gemäss der dann geltenden Corona-Regeln. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Liebe Muttenzer und Muttenzerinnen,
wir freuen uns, wenn Sie bei einer Haus- oder Kellerräumung an die Museen denken. Doch bitte stellen Sie uns Schachteln oder Taschen mit alten Geräten nicht einfach unregistriert vor und ins Bauernhaus oder wie im Dezember sogar direkt in den privaten Garten eines Arbeitsgruppenmitgliedes. Dies dient uns gar nicht, denn die Herkunft der Objekte muss heute einwandfrei nachweisbar und die Übergabequittungen im Inventar registriert sein.

Viele solcher früher in fast jedem Haushalt vorhandenen Alltagsgegenstände wie Hobel, hölzerne Schraubzwingen, Gartenwerkzeug, Krauthobel usw. sind bereits vielfach vorhanden, so dass wir sie dann auf unsere Kosten entsorgen müssen.

Legen Sie doch bitte einen Zettel mit Ihrem Kontaktdaten bei oder melden Sie sich zuerst beim Museumssekretariat museen@muttenz.ch oder bei einem Mitglied der Arbeitsgruppe Museen, bevor Sie etwas deponieren.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Bildlegende:
Oben links: So lieber nicht: Schenkungen ohne Herkunftsnachweis
Oben rechts: Schaggi Gysin und Franz Näf beim Vorbereiten des «Suurchrutts» in der Küche des M8
Mitte unten: Deirdre Sommerhalder an der Inventardatenbank im Depot Donnerbaum.

 


Hinter den Kulissen der Museen Muttenz: Noch ein Blick zurück
 

Datum der Neuigkeit 13. Jan. 2022