Tipps zum wildtierfreundlichen Umgang mit Mährobotern
Die zunehmende Beliebtheit von Mährobotern stellt eine ernsthafte Gefahr für Tiere dar. In den Baselbieter Igelstationen werden vermehrt Igel mit Schnittverletzungen abgegeben. Beim Einsatz von Mährobotern ist daher Vorsicht geboten. Mit diesen einfachen Tipps können Sie sicherstellen, dass es zu keinem Massaker im Garten kommt.
- Zur Vermeidung von Verletzungen sollten Mähroboter nur tagsüber eingesetzt werden. Die meisten der gefährdeten Tiere sind dämmerungs- oder nachtaktiv.
Einige Anbieter haben eine Tagesmähfunktion in ihren Apps enthalten, wodurch der Mäher Dämmerungs- und Nachtzeiten meidet. - Schnitthöhe von minimal 6cm einstellen.
- Zusätzlichen Schutz an der Front anbringen.
- Bereits beim Kauf auf ein möglichst tierfreundliches Modell achten, welches mit moderner Kameratechnik und KI auch Jungtiere erkennt.
Modell mit freischwingenden Fliehkraft-Messern statt festen Messern wählen. - Tagsüber verstecken sich die Tiere im Unterholz und sind kaum sichtbar. Daher ist an solchen Stellen auch der Einsatz von Fadenmähern gefährlich. Vor dem Einsatz dieser Geräte sollte die Fläche nach Wildtieren abgesucht werden und der Mähroboter nie unbeaufsichtigt eingesetzt werden.
- Der Mähroboter sollte zudem nur so oft wie nötig eingesetzt werden. Mit zunehmenden Durchgängen steigt die Gefahr von Verletzungen.
Igel leiden zusätzlich unter den indirekten Auswirkungen des Mähroboter-Booms. Auf den ständig kurz geschorenen Rasen besteht kein Blütenangebot und die darauf angewiesenen Insekten verschwinden. Zudem werden Insekten und andere Wirbellose durch den Mähroboter ebenfalls tödlich verletzt. So schwindet das Nahrungsangebot des Igels. Um dem entgegenzuwirken, kann man einzelne Blüteninseln stehen lassen und einige Ecken des Gartens gar nicht mähen. So finden sowohl Igel als auch ihre Nahrung – die Insekten - genügend Rückzugsmöglichkeiten.
Fachstelle Umwelt