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24.10.2017 04:26:09


Belastete Standorte und Altlasten

Zuständige Abteilung: Umwelt

Kontakt: Aurelia Wirth
Als belastete Standorte werden Areale bezeichnet deren Untergrund durch Abfallablagerungen, durch Unfälle oder durch Einwirkung aus gewerblich-industrieller Tätigkeit verunreinigt ist. Als Altlasten werden sanierungsbedürftige belastete Standorte bezeichnet, die nachweislich zu schädlichen Einwirkungen auf die Umwelt führen.

Das Bundesgesetz über den Umweltschutz vom 7. Oktober 1983 und insbesondere die Verordnung über die Sanierung von belasteten Standorten vom 26. August 1998 regeln das Vorgehen zur Untersuchung, Beurteilung und Sanierung von belasteten Standorten.

Kataster der belasteten Standorte
Die Kantone führen einen Kataster der belasteten Standorte. Dieser Kataster umfasst sämtliche Standorte für die eine Belastung nachgewiesen ist oder mit grosser Wahrscheinlichkeit zu erwarten ist. Der Kataster ist ein dynamisches Arbeitsinstrument und wird von den kantonalen Fachstellen laufend nachgeführt. Er ist öffentlich zugänglich unter http://www.baselland.ch/Kataster-online.315497.0.html

Medieninformationen zu den Deponien
Presseberichte und Medieninformationen stehen als Download zur Verfügung. Bitte geben Sie im Suchfeld auf dieser Seite den Begriff "Deponien" ein und aktivieren Sie die Suche im Newsarchiv.

Deponien Muttenz
Im Rahmen der Altlastenverordnung des Bundes wurden in Muttenz die Deponien Feldreben, Margelacker und Rothausstrasse untersucht. In allen drei Fällen handelt es sich um Areale deren Untergrund durch grosse Mengen an Abfallablagerungen verunreinigt ist und Stoffe ins Grundwasser gelangen. Die Voruntersuchung erfolgte nach Art. 7 der Altlasten-Verordnung. Der Auftrag zur Voruntersuchung wurde auf Veranlassung des Amtes für Umweltschutz und Energie des Kantons Basel-Landschaft (AUE) als Aufsichtsbehörde im Juli 2001 der Interessengemeinschaft Deponiesicherheit Region Basel (IG DRB) erteilt. Die Durchführung der technischen Voruntersuchung erfolgte ab 2003 unter Federführung der Einwohnergemeinde Muttenz. Die Gesamtkosten der Voruntersuchung der drei ehemaligen Deponien in Höhe von CHF 5,5 Mio. wurden gemäss Vereinbarung vom Juni 2003 zu 80 % von der IG DRB, zu 12 % vom Kanton Basel-Landschaft und zu 8 % von der Einwohnergemeinde Muttenz getragen. Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat die Gesamtkosten der Voruntersuchung zu 100 % als abgeltungsberechtigt anerkannt und sich gemäss Verordnung über die Abgabe zur Sanierung von Altlasten (VASA) mit 40 % an den Kosten beteiligt. Die Gelder wurden anteilmässig an die oben genannten Parteien verteilt.


Deponie Feldreben
Das Sanierungsprojekt Feldreben: www.feldreben.ch
Die Deponie Feldreben in der Gemeinde Muttenz wurde in der Zeit zwischen 1918 und 1967 betrieben. Nach erfolgtem Kiesabbau wurde die Grube bis ca. 1967 wieder mit Hauskehricht, Bauschutt und Abfällen des Gewerbes und der chemischen Industrie verfüllt. Der Perimeter der ehemaligen Grube und heutigen Deponie Feldreben umfasst eine Fläche von 48'053 m2 und beinhaltet ganz oder teilweise folgende Parzellen: 554, 1848, 6747, 2971, 6191, 2963, 1998, 552, 1990 und 549.
Im Dezember 2007 hat das Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) als zuständige Vollzugsbehörde sämtliche Unterlagen, welche im Rahmen der Voruntersuchungen zur Deponie Feldreben von 2002 bis 2007 erarbeitet wurden, zur altlastenrechtlichen Beurteilung erhalten. Auf der Basis der Erkenntnisse aus diesen Voruntersuchungen hat das AUE im September 2008 die Deponie Feldreben als belasteter Standort mit Sanierungsbedarf beurteilt. Dies mit der Begründung, dass im Abstrombereich des Standorts verschiedene Stoffe festgestellt werden, welche die Hälfte der Konzentrationswerte nach Anhang 1 der Altlastenverordnung überschreiten.
Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kanton Basel-Landschaft, betroffenen Grundeigentümer, ehemaligen Deponiebetreiber und Abfalllieferanten wurden in der Folge weitergehende Detailuntersuchungen vorgenommen. Basierend auf den Erkenntnissen dieser Detailuntersuchung hat das AUE an der Medienkonferenz vom 15. September 2011 die mit dem BAFU abgestimmten Sanierungsziele für die Deponie Feldreben bekannt gegeben:
  1. Innerhalb von 5 Jahren ist mit geeigneten Sanierungsmassnahmen sicherzustellen, dass im direkten Abstrombereich der ehemaligen Deponie Feldreben die Konzentration der sanierungsrelevanten Schadstoffe Chlorethen, Tetrachlorethen, Trichlorethen, 1,1,2,2-Tetrachlorethan, Nitrit, Ammonium, Fluorid, Hexachlorethan und 1,2,3-Trichlorpropan weniger als der jeweilige halbe Konzentrationswert nach Anhang 1 Altlastenverordnung (AltlV) resp. weniger als der jeweilige halbe spezifische Konzentrationswert nach Tabelle 1 beträgt.
  2. Spätestens nach 50 Jahren (2 Generationen) muss eine zukünftige Sanierungsbedürftigkeit der Deponie Feldreben auch ohne aktive Sanierungsmassnahmen ausgeschlossen werden können. Die dann allenfalls noch verbleibenden Schadstoffe müssen durch natürliche Abbau- oder Adsorptionsprozesse am Standort resp. dessen unmittelbarem Grundwasserabstrom dauerhaft soweit reduziert sein, dass dieses Ziel erreicht wird. Als Standort gilt die künstliche Auffüllung der Deponie sowie der vertikal darunter liegende mit Schadstoffen belastete Fels.<<
Das Amt für Liegenschaftsverkehr, als Realleistungspflichtiger muss nun zusammen mit den anderen Kooperationspartnern bis Anfang 2013 ein genehmigungsfähiges Sanierungsprojekt erarbeiten.

Deponie Margelacker
Die Deponie Margelacker wurde in der Zeit zwischen 1918 und 1959 betrieben. Nach erfolgtem Kiesabbau wurde die Grube bis ca. 1959 wieder mit Hauskehricht, Bauschutt und Abfällen des Gewerbes und der chemischen Industrie verfüllt. Der Perimeter der ehemaligen Grube und heutigen Deponie Margelacker umfasst eine Fläche von rund 50 000 m2 und beinhaltet die als Sportplatz genutzte Parzelle 651 der Einwohnergemeinde Muttenz. Sie ist somit nach Art. 20 Abs. 1 der Verordnung über die Sanierung von belasteten Standorten (Altlasten-Verordnung, AltlV) realleistungspflichtig, d.h. dass für die Durchführung der notwendigen Massnahmen verantwortlich ist.
Die Voruntersuchung nach Art. 7 der Verordnung Altlasten-Verordnung erfolgte zusammen mit den Deponien Rothausstrasse und Feldreben. Im Mai 2007 hat das Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) als zuständige Vollzugsbehörde sämtliche Unterlagen, welche im Rahmen der Voruntersuchungen zur Deponie Margelacker von 2002 bis 2007 erarbeitet wurden, zur altlasten-rechtlichen Beurteilung erhalten. Auf der Basis der Erkenntnisse aus diesen Voruntersuchungen hat das AUE im September 2008 die Deponie Margelacker als überwachungsbedürftigen belasteten Standort beurteilt. Dies mit der Begründung, dass im Abstrombereich des Standorts von diesem stammende Stoffe festgestellt werden, die das Grundwasser verunreinigen.
Zurzeit wird gemäss einer Kooperationsvereinbarung mit den im Überwachungskonzept definierten Massnahmen sichergestellt, dass die Emissionen am Standort erfasst werden. Damit werden qualitative und quantitative Veränderungen frühzeitig erkannt und nötigenfalls können weitergehende Massnahmen ergriffen werden. Das AUE wird jeweils nach drei Jahren über die Fortführung und das Ausmass einer weiteren Überwachung entscheiden. Zum heutigen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass noch Jahrzehnte lang Schadstoffe im Abstrom der Deponie nachweisbar sind.

Deponie Rothausstrasse
Die Deponie Rothausstrasse im Nordosten der Gemeinde Muttenz wurde in der Zeit zwischen 1936 und 1969 betrieben. Nach erfolgtem Kiesabbau wurde die Grube bis ca. 1969 wieder mit Bauschutt und Abfällen des Gewerbes und der chemischen Industrie verfüllt. Der Perimeter der ehemaligen Grube und heutigen Deponie Rothausstrasse umfasst eine Fläche von 66’250m2 und beinhaltet folgende Parzellen: 3669, 1609, 6869, 326, 1107, 1801, 4390 und 1119.
Die Voruntersuchung nach Art. 7 der Altlasten-Verordnung erfolgte zusammen mit den Deponien Margelacker und Feldreben. Im Dezember 2007 hat das Amt für Umweltschutz und Energie als zuständige Vollzugsbehörde sämtliche Unterlagen, welche im Rahmen der Voruntersuchungen zur Deponie Rothausstrasse von 2002 bis 2007 erarbeitet wurden, zur altlastenrechtlichen Beurteilung erhalten. Auf der Basis der Erkenntnisse aus diesen Voruntersuchungen hat das AUE im September 2008 die Deponie Rothausstrasse als überwachungsbedürftigen belasteten Standort mit zusätzlichem Untersuchungsbedarf beurteilt. Dies mit der Begründung, dass im Abstrombereich des Standorts von diesem stammende Stoffe festgestellt werden, die das Grundwasser verunreinigen.
Zurzeit wird gemäss einer Kooperationsvereinbarung mit den im Überwachungskonzept definierten Massnahmen sichergestellt, dass die Emissionen am Standort erfasst werden. Damit werden qualitative und quantitative Veränderungen frühzeitig erkannt und nötigenfalls können weitergehende Massnahmen ergriffen werden. Das AUE wird jeweils nach drei Jahren über die Fortführung und das Ausmass einer weiteren Überwachung entscheiden. Zum heutigen Zeitpunkt ist davon auszugehen, dass noch Jahrzehnte lang Schadstoffe im Abstrom der Deponie nachweisbar sind und möglicherweise die Deponie über Jahrzehnte überwacht oder gar ein Sanierungsbedarf festgestellt werden muss.

Weitere Berichte und Publikationen siehe auch www.bl.ch

Folgende Dokumente stehen nachfolgend als Download zur Verfügung:
A: Technische Untersuchungen 2002-2007
B: Sanierungsuntersuchung Deponie Feldreben
C: Überwachung Deponie Margelacker
D: Bildmaterial

Dokumente A01_Historische Untersuchung & Ist-Zustandsaufnahme des Grundwassers, 25.01.2002.pdf
A02_Anhang zum Bericht Historische Untersuchung & Ist-Zustandsaufnahme des Grundwassers, 25.01.2002.pdf
A03_Techn. Untersuchungen Gesamtkonzept & Pflichtenheft 1. Etappe Feldreben, 16.05.2003.pdf
A04_Techn. Untersuchungen Gesamtkonzept & Pflichtenheft 1. Etappe Rothausstrasse, 16.05.2003.pdf
A05_Techn. Untersuchungen Gesamtkonzept & Pflichtenheft 1. Etappe Margelacker, 16.05.2003.pdf
A06_Techn. Untersuchung Schlussbericht 1. Etappe Feldreben, 31.01.2005.pdf
A07_Markierungsversuch_Mai_2004.pdf
A08_Techn. Untersuchung Schlussbericht 1. Etappe Rothausstrasse, 31.01.2005.pdf
A09_Techn. Untersuchung Schlussbericht 1. Etappe Margelacker, 31.01.2005.pdf
A10_Techn. Untersuchungen Pflichtenheft 2. Etappe Feldreben, 09.09.2005.pdf
A11_Techn. Untersuchungen Pflichtenheft 2. Etappe Rothausstrasse, 09.09.2005.pdf
A12_Grundwasserüberwachung Konzept & Initialisierung Margelacker, 09.09.2005.pdf
A13_Referate Podium, 15.06.2006.pdf
A14_Experten-Hearing Protokoll, 15.06.06.pdf
A15_Schlussbericht_Margelacker, 30.03.2007.pdf
A16_Stellungnahme Fent Margelacker.pdf
A17_Stellungnahme Giger Margelacker.pdf
A18_Stellungnahme Huggenberger Margelacker.pdf
A19_Stellungnahme Oehme Margelacker.pdf
A20_Schlussbericht Feldreben.pdf
A21_Schlussbericht Feldreben Beilagenband 1.pdf
A22_Schlussbericht Feldreben Beilagenband 2.pdf
A23_Schlussbericht Rothausstrasse.pdf
A24_Schlussbericht Rothausstrasse Beilagenband 1.pdf
A25_Schlussbericht Rothausstrasse Beilagenband 2.pdf
A26_Gefährdungsabschätzung.pdf
A27_Toxikologisches Zusatzgutachten.pdf
A28_Stellungnahme Fent Gefährdungsabschätzung.pdf
A29_Stellungnahme Giger Gefährdungsabschätzung.pdf
A30_Stellungnahme Oehme Gefährdungsabschätzung.pdf
A31_Stellungnahme Fent Feldreben.pdf
A32_Stellungnahme Oehme Feldreben.pdf
A33_Stellungnahme Giger Feldreben & Rothausstrasse.pdf
A34_Stellungnahme Huggenberger Feldreben & Rothausstrasse.pdf
A35_Stellungnahme Fent Rothausstrasse.pdf
A36_Stellungnahme Oehme Rothausstrasse.pdf
A37_Stellungnahme zum Kommentar Fent.pdf
B01_Schlussbericht ergänzende Detailuntersuchungen vom 17. Juni 2011
C01_Grundwasserüberwachung Deponie Margelacker, 1. Zwischenbericht Kampagne Februar 2010
C02_Stellungnahme des AUE zum 1. Zwischenbericht vom 6. Januar 2011
C03_Grundwasserüberwachung Deponie Margelacker, 2. Zwischenbericht Kampagne Dezember 2010
D01_Luftbilder der Deponien Muttenz
Info Gemeinderat Altlasten und Trinkwasser, 22.02.2006.pdf

Downloads

Name Laden
Deponien, Referate Podiumsveranstaltung 15.06.06


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