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Problempflanzen


Drüsiges Springkraut, Impatiens glandulifera, rosa orchideanartige Blume, deren Samen weit weggeschleudert werden und die sich so sehr schnell verbreitet. Dabei wird die einheimischen Pflanzen verdrängt.
Drüsiges Springkraut, ein invasiver Neophyt
Problempflanzen sind Arten, deren starke Ausbreitung im Naturschutz, in der Land- und Forstwirtschaft, im Gewässerbau und im Gesundheitswesen zu Schäden führt und deren Bekämpfung hohen Kosten verursacht.
Als problematisch erweisen sich vor allem eingewanderte Arten, sogenannte invasive Neophyten. Diese verdrängen einheimischen Pflanzen und Tieren, konkurrenzieren landwirtschaftliche Nutzpflanzen, verzögern die Naturverjüngung im Wald, erhöhen die Erosionsanfälligkeit von Ufern entlang von Fliessgewässern, verursachen an Gebäudefundamenten und Kanalisationen beträchtliche Schäden oder beeinträchtigen die Gesundheit und Lebensqualität ganzer Bevölkerungsgruppen.
Daneben verdrängen aber auch einheimische Pflanzenarten an bestimmten Standorten seltene Lebensgemeinschaften (Schilf, Adlerfarn). Andere Arten verursachen in landwirtschaftlichen Kulturen Ernteeinbussen, mindern die Qualität von Viehweiden, Streu und Heu stark oder können bei Pferden, Rindern, Kühen und Schafen zu tödlichen Vergiftungen führen.
Auslöser für eine Neubesiedelung durch Problemarten sind vielfach Standortveränderungen und die damit verbunden Störungen in der Pflanzengemeinschaft. In erster Linie sind dies die Schaffung offener Flächen durch bauliche Eingriffe oder Entbuschung sowie die Vernachlässigung der Pflege bis zur totalen Bewirtschaftungsaufgabe. Aber auch Veränderungen in Wasserhaushalt oder Nährstoffversorgung sowie der Klimawandel zählen zu den Ursachen für das Aufkommen von Problemarten.

Unerwünschte, gebietsfremde Pflanzenarten (invasive Neophyten
Neophyten sind Pflanzen, die nach dem Jahr 1500 bewusst oder unbewusst nach Europa eingebracht wurden. Die meisten dieser Arten verschwinden schnell wieder oder fügen sich problemlos in die einheimische Vegetation ein. Einige breiten sich jedoch massiv aus und verdrängen die einheimischen Arten. Diese gebietsfremden Pflanzenarten werden als invasive Neophyten bezeichnet. Das Sicherheitsinspektorat der Bau- und Umweltschutzdirektion des Kantons Basel-Landschaft hat die folgenden zwei Broschüren zum Thema „Invasive Neophyten“ herausgegeben: 

Auf der Website der Schweizerischen Kommission für die Erhaltung von Wildpflanzen SKEW finden Sie weitere Informationen zu den invasiven, gebietsfremden Pflanzen. Auf Infoblättern sind Standorte, Verbreitung, Gefahren, Vorbeugung und Bekämpfung sowie Angaben zu Fachliteratur zusammengestellt.


Unerwünschte, einheimische Pflanzenarten
Ackerkratzdistel
(Cirsium arvense)
Die Ackerkratzdistel ist ein hartnäckiges Unkraut mit einer tiefen Pfahlwurzel. Sie bildet zahlreiche waagerecht wachsende Wurzelausläufer, die erneut austreiben und eine neue Pflanze bilden. Die Samen werden durch den Wind über grosse Distanzen verbreitet. Über Samen kann sich die Ackerkratzdistel in lückenhaften, wenig bearbeiteten Brachen (Bunt- und Rotationsbrachen) oder mangelhaft unterhaltenen Grünanlagen im Siedlungsraum etablieren.

Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea)
Das gelb blühende Jakobskreuzkraut ist eine zwei- oder mehrjährige Pflanze, die für Wiederkäuer stark giftig ist. Die Giftstoffe sind auch im Dürrfutter (Heu) und Silagen noch wirksam. Auf der Weide wird das Jakobskreuzkraut vom Vieh normalerweise gemieden, wenn das Vorkommen jedoch hoch ist und/oder die Pflanze sich im Rosettenstadium befindet, wird sie insbesondere von jungen Tieren häufig aufgenommen. Getrocknet oder siliert wird die Pflanze gefressen. Das Kraut tritt in wenig gepflegten Dauerweiden, auf Ruderalflächen sowie an Eisenbahn- und Strassenböschungen auf. Vereinzelt ist sie auch im Siedlungsraum anzutreffen.


Medienmitteilungen
19.09.2011 Blühende Problempflanzen im Siedlungsgebiet
20.04.2009 Wenn Pflanzen ausser Kontrolle geraten, Teil 1
25.05.2009 Wenn Pflanzen ausser Kontrolle geraten, Teil 2
22.06.2009 Wenn Pflanzen ausser Kontrolle geraten, Teil 3
17.08.2009 Wenn Pflanzen ausser Kontrolle geraten, Teil 4
16.08.2009 Interview mit Walter Lenz, dem heimlichen Bezwinger des drüsigen Springkrauts


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