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EBM-Beteiligung am Kohlekraftwerk in Brunsbüttel

Aus dem Gemeinderat

  • EBM-Beteiligung am Kohlekraftwerk in Brunsbüttel
Der Gemeinderat befasste sich an seiner Sitzung vom 26. August 2009 u.a. auch mit der bekannt gewordenen Beteiligung der EBM (Elektra Birseck Münchenstein) am Kohlekraftwerk Brunsbüttel.


EBM-Beteiligung am Kohlekraftwerk in Brunsbüttel
In den vergangenen Tagen war aus den Medien über die beabsichtigte Beteiligung der EBM am Kohlekraftwerk Brunsbüttel in Norddeutschland zu erfahren. Dieser Entscheid lässt die Energiestadt-Gemeinde Muttenz nicht gleichgültig, zumal die Debatte über die geeignetste Stromversorgung für die kommenden 10 bis 15 Jahren am Anlaufen ist. Die Beweggründe, welche den EBM-Verwaltungsrat zu diesem Entscheid bewogen, sind dem Gemeinderat ebenso wenig bekannt, wie die tatsächlichen Belastungsmerkmale für Mensch und Umwelt der in Brunsbüttel zur Anwendung gelangenden Technologie.

Gemeinde Muttenz nimmt ihre Vorbildrolle wahr
Bei der vom Gemeinderat geführten Debatte über das bekannt gewordene Engagement der EBM wurde allerdings auch das Verhalten der Strom- resp. Energiekonsumierenden thematisiert und ebenfalls die Bezugsstruktur der Gemeinde selbst in den Mittelpunkt gerückt. Dazu einige Zahlen:

Im Jahre 2008 bezog die Einwohnergemeinde Muttenz für die elektrische Energieversorgung ihrer Schulhäuser, Strassenbeleuchtungen, öffentlichen Gebäude etc. total 4.796'784 kWh. Für diese Bezugsmenge bezahlte die Gemeinde der EBM CHF 735'104.36.

Die Bezugsmenge setzt sich aus folgenden Energieträgern zusammen:

-71.48% aus erneuerbarer Energie
davon stammen 68.27% aus Grosswasserkraftwerken
1.8% aus regionaler Wasserkraft
0.07% aus regionalen Fotovoltaikanlagen
1.34% aus Biomasse und Windkraftwerken

-28.52% wird aus nichterneuerbaren Energiequellen bezogen (Atomkraft)

Der gesamtschweizerische Energie-Mix teilt sich (grob) in 60% Wasserkraft und in 40% Atomstrom auf. Diesbezüglich liegt die Gemeinde Muttenz mit ihrem Bezugsanteil an erneuerbarer Energie über dem Schweizerischen Durchschnitt - und das darf nach Ansicht des Gemeinderates als vorbildlich bezeichnet werden.

Appell an die Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer
Angesichts der heute zur Verfügung stehenden Energienutzungsmöglichkeiten und der damit zusammenhängenden technologischen Lösungen appelliert der Gemeinderat an die Hausbesitzenden, ebenfalls darauf zu achten, dass vorzugsweise auf erneuerbare und eben nicht auf umweltbelastende Energiequellen zurückgegriffen wird. Im Bewusstsein der auf dem Markt angebotenen alternativen Möglichkeiten und dem Willen, die entsprechenden Investitionsentscheidungen in umweltverträgliche Richtungen zu lenken, könnten sämtliche Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer den bedauerlicherweise oftmals nur als Worthülse gebrauchten Begriff der "Nachhaltigkeit" mit ökologischem Inhalt anreichern. Bei der Energiefrage ist es ähnlich wie beim Gebrauch von Handys: Alle nutzen sie, aber gegen eine Antenne wird Sturm gelaufen. Die tatsächliche Umkehr würde bei jedem einzelnen beginnen.

Muttenz, 31. August 2009
DER GEMEINDERAT
(Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an Gemeindeverwalter Urs Girod / Tel. 061 466 62 01)

Dokument Mitteilungen_31.08.2009.pdf (pdf, 25.3 kB)


Datum der Neuigkeit 31. Aug. 2009
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