Wenn Pflanzen ausser Kontrolle geraten – Teil 4
Der letzte Teil unsere Serie ist einer einheimischen Pflanze gewidmet: dem Jakobskreuzkraut. Es handelt sich dabei um eine hochgiftige Pflanze, die in der Landwirtschaft schwerwiegende Folgen für das Vieh haben kann.
Jährlich streben einige Weidetiere, darunter vorwiegend Pferde und Rinder, wegen dem starken Gift des Jakobskreuzkrautes. In England wurde sie sogar als gefährliche Pflanze deklariert. Somit ist jeder Landeigentümer verpflichtet, dieses Kraut zu bekämpfen. In frischen Zustand wird das Jakobskreuzkraut von Weidetieren gemieden. Sobald es aber getrocknet wird, geht der bittere Warnstoff verloren, aber das Gift bleibt erhalten. Die Tiere merken nicht mehr, dass die Pflanze nicht als Futter geeignet ist. Dies kann gravierende Folgen haben, wenn diese Stauden dem Dürrfutter beigemischt werden. Tragischerweise verlor deshalb kürzlich eine Pferdebesitzerin sieben ihrer elf Pferde, die eines qualvollen Todes verendeten.
Diese distel- und löwenzahnähnliche Pflanze kann bis zu 150000 Samen bilden. Sie können problemlos über grössere Distanzen kilometerweit fliegen und sich dann überall ansiedeln, wo lockere, lückige Bestände vorkommen. Die zwei- bis mehrjährige Pflanze bildet im ersten Jahr Rosetten, im zweiten Jahr im Juli bis August die gelb leuchtenden Blütenstände. Um weiteres Tiersterben zu verhindern, bittet die Verwaltung um Ihre Mithilfe. Die wirkungsvollste Massnahme zur Verhinderung der weiteren Verbreitung ist das Schneiden oder Ausreissen der Pflanzen mit Handschuhen bei Blühbeginn, so dass das Jakobskreuzkraut nicht absamen kann und die Verbreitung verhindert wird. Die geschnittenen Pflanzenteile müssen unbedingt im Kehricht entsorgt werden und sollten unter keinen Umständen liegen gelassen werden.
Die Verwaltung möchte sich an dieser Stelle bei Ihnen für Ihre Mithilfe der letzten Wochen im Kampf gegen Neophyten bedanken. Denn nur mir Ihrer Hilfe können die invasiven Arten und einheimische schädliche Pflanzen wie das Jakobskreuzkraut in Schach gehalten werden. Bei Fragen oder wenn Sie weitere Informationen wünschen, stehen wir Ihnen gerne unter der Telefonnummer 061 466 62 74 oder 061 466 62 76 zur Verfügung.
Weitere Informationen im Internet unter:
- www.cps-skew.ch - Ambrosia erkennen - Ambrosia Flyer Abteilung Umwelt
Jakobskreuzkraut
Datum der Neuigkeit 17. Aug. 2009