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Hinter den Kulissen der Museen: Sommer in den Museumsdepots

Barbara Rebmann

Nicht nur im Bauernhausmuseum sondern auch in den beiden Museumsdepots wurde im diesjährigen Sommer fleissig inventarisiert, geputzt, demontiert, aufgebaut und herumgeschoben.

Beispielsweise standen seit Jahren im Depot Donnerbaum einige Velos aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Sie waren über ihre jeweiligen Besitzer und Besitzerinnen eng mit Ereignissen in unserem Dorf verknüpft und ihre Geschichten berechtigten sie in unsere Sammlung einzugehen. Da sich Fahrräder aber leicht bewegen lassen und im freien Raum alleine stehen können, wurden sie bisher bei Bedarf einfach weggefahren und störten so kaum. Nun hatten wir im Frühjahr ein Hängegestell gekauft, welches an die einzig geeignete Aussenwand geschraubt werden sollte. Sie ahnen es sicher - es stand wieder einmal ein vollbelegtes Regal genau an dem Platz. Es gab jedoch keine Alternative, denn alle anderen Wände waren schon bis an die Decke verbaut. Doch inzwischen macht sich die Verschieberoutine der letzten Jahre bezahlt und die Tablare waren innert weniger Minuten abgeräumt, das Gestell verschoben, alles abgestaubt und zurückgestellt. Gut wussten wir zu dem Zeitpunkt schon, dass uns bald weiteres Mobiliar geschenkt werden würde. So konnten wir bei unseren „Schiebereien“ schon darauf achten, deren zukünftige Standplätze nicht zu belegen.

Da die AGM keinen „professionellen Maschinenpark“ besitzt, bohrte uns netterweise der Abwart die benötigten Dübel-Löcher in die Beton-Wand – herzlichen Dank dafür. So musste Depot-Chef Joggi Zumbrunn nur noch das Hängegestell festschrauben und konnte dann einen Programmpunkt mehr auf unserer Pendenzenliste abhaken. Nun waren kurzfristig wenige Quadratmeter Bodenfläche wieder frei, welche aber kurz danach durch einen verschobenen Planschrank wieder belegt wurden.

Kurz vor den Sommerferien konnten dann fünf Lateralschränke aus Metall und ein Hochregalelement „geerbt“ und abgeholt werden. Das Regal sollte an das bereits bestehende mit den uniformierten Puppen angebaut werden. Im Depot zwischengelagert merkten wir dann aber, dass das Element nicht wie vorgesehen in die Nische passte, irgendwo hatte es einen Mess- oder Übermittlungsfehler gegeben. Doch die AGM ist ja flexibel und so wurde erneut ab-, um- und zurückgeräumt und geschoben bis alles passte.

Inzwischen ist die Montage des Hochregalelementes und das definitive Platzieren der Lateralschränke über die Bühne gegangen. Wegen längerer Abwesenheit von Depotchef Zumbrunn und folglich auch seines privaten Anhängers durfte sich Ruedi Bürgin auch dieses Jahr mehrfach das „Lastwägeli“ der Firma Waldburger für die notwendigen Transporte ausleihen. Verschiedene unserer treuen und starken Museumsfreunde und Mitglieder des Fördervereins Museen halfen jeweils beim Transportieren, Abladen und Aufbauen mit – herzlichen Dank an alle.

Im Depot Geispel wurde bei sommerlichem Wetter ebenfalls fleissig sortiert, verschoben, instandgestellt und inventarisiert. Unter anderem wurde beim Umherschieben der Lagerbestände altes Verpackungs- und Polstermaterial ans Licht befördert, welches zu schmutzig war, um noch gebraucht werden zu können. Dieses brennbare Material und auch die vielen durchgerosteten, nicht mehr zu rettenden Metallobjekte konnten auf mehreren bereits angefaulten Holzpaletten ebenfalls entsorgt werden. Dies geschah alles kostenfrei mit einem ebenfalls zur Verfügung gestellten „Lastwägeli“ mit Hebekran. Nun haben wir auch im Geispel wieder etwas Luft. Doch dieser Zustand wird erfahrungsgemäss nicht lange anhalten, denn es warten im Bauernhausmuseum noch einige, nicht zum dortigen Ausstellungsthema und der Zeitstellung um 1900 passende grössere Gerätschaften. Diese sollen auch bald einmal ihren definitiven Lagerplatz im Geispel-Depot beziehen.

Unsere beiden Museen sind wieder geöffnet am Sonntag, 30. September. Von 10-12 und 14-17 Uhr ist Gelegenheit unser Bauernhausmuseum mit der „Bäsebeiz zum Tschuppeldäni“ und dem Brotstand oder das Ortsmuseum mit der Dorfgeschichte und der Karl Jauslin-Ausstellung von 14-17 Uhr zu besuchen.

 

Arbeitstag beim Bauernhausmuseum: Samstagnachmittag, 13. Oktober, 14 – 17 Uhr mit dem Spezialthema „Anke mache“.

Das traditionelle Mosten wird mangels Muttenzer Trauben etwas eingeschränkt sein. Dazu widmen wir uns ausgiebig dem Einmachen von Sauerkraut und sauren Rüben und wir zeigen, wie man selber „Anke“ (Butter) macht.

Wer seinen eigenen „Anke“ herstellen möchte, bringt 2 bis 2.5 dl Vollrahm und ein grosses Glas mit Schraubdeckel mit. Weiter braucht es dann nur noch etwas Ausdauer und Zeit.

 

Bildlegende:

oben links: Joggi Zumbrunn dirigiert das Umräumen im Donnerbaum

oben rechts: Umräumen bedeutet jedes Mal auch wieder saubermachen

unten: Gewichtige Metallabfuhr aus dem Depot Geispel.

 

 

 

 

 

 


Sommerarbeiten in den Museumsdepots
 

Datum der Neuigkeit 18. Sept. 2018