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Aus dem Gemeinderat

Stellungnahme Salzabbau
Nachdem der Regierungsrat Basel-Landschaft diesen Sommer kommuniziert hat, dass er den Konzessionsvertrag mit der Schweizer Salinen AG um 50 Jahre bis 2075 verlängern möchte und das Geschäft dem Landrat überwiesen hat, möchte sich auch der Gemeinderat Muttenz zum Thema äussern. Der Gemeinderat hat sich eingehend mit der Frage der Konzessionsverlängerung auf der Rütihard und den damit verbundenen Konsequenzen auseinandergesetzt und in einem Beschluss Anfang Dezember 2020 festgelegt, wie er sich positioniert. In dieser Diskussion ging es nicht darum, Stellung zu beziehen, ob auf der Rütihard Salz abgebaut werden soll oder nicht. Dazu hätten die Grundlagen gefehlt. Es ging darum zu entscheiden, ob die Möglichkeit einer erneuten Prüfung in Zukunft erhalten bleiben sollte oder nicht. Dabei wurden auch die Verdienste der IG Rettet die Rütihard sehr positiv gewürdigt, da sie dazu geführt haben, dass ein breiter Dialog- und Lernprozess stattfinden konnte und vor allem, dass der Salzabbau auf der Rütihard für die nächsten 20 Jahre kein Thema sein wird. Die vom unabhängigen Experten, Herrn Prof. Dr. Simon Löw, geäusserten Bedenken bezüglich Dichtheit und Stabilität der Kavernen während dem Betrieb und der Verwahrung nimmt der Gemeinderat sehr ernst.

Professor Löw ist ordentlicher Professor für Ingenieurgeologie am Geologischen Institut der ETH Zürich. Er verfügt über langjährige Erfahrung in Ingenieurgeologie. In seinem Spezialgebiet betrieb er unter anderem Forschung zu hydro-mechanischen Prozessen in geklüfteten Gesteinen. Aufgrund dieser Erfahrung wurde er von der Dialoggruppe Rütihard, welche von der Gemeinde Muttenz, der Bürgergemeinde Muttenz und den Schweizer Salinen AG getragen wurde, beauftragt, die technischen Gutachten zum Salzabbauprojekt auf der Rütihard aus wissenschaftlicher Sicht zu beurteilen. Der Bericht von Dr. Simon Löw wurde Anfang April 2021 publiziert.

Unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus dem Dialogprozess einerseits, der enormen technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre und der beträchtlichen Unwägbarkeiten der Entwicklungen für den Zeithorizont von 20 Jahren anderseits wollte sich der Gemeinderat nicht anmassen, für künftige Generationen zu entscheiden. Dieser Beschluss war die Grundlage für die Beantwortung der Anfrage §69 der IG Rütihard, welche an der Gemeindeversammlung am 9. Januar beantwortet wurde, und er ist auch Grundlage für die Diskussionen mit dem Kanton bezüglich Haftung sowie die unten erwähnte konferenzielle Anhörung beim Kanton.

Die Gemeinderätin Doris Rutishauser und Gemeinderat Joachim Hausammann wurden schliesslich vom Gemeinderat delegiert, auf dieser Basis an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen. In der erwähnten Anhörung ging es um die Frage der Konzessionsverlängerung, nicht aber um die Risiken bestehender Bohrungen und vergangener und gegenwärtiger Aktivitäten der Schweizer Salinen AG. Die Fragen der Haftung sollen gemäss Ausführungen an der Informationsveranstaltung generell im neuen Konzessionsvertrag berücksichtigt und mindestens teilweise geklärt werden. In welcher Weise dies genau erfolgt, wird noch Gegenstand von Diskussionen sein. Bei dieser Gelegenheit haben die Gemeinderatsmitglieder die Kantonsvertreter und die Vertreter der Salinen AG ausdrücklich auf die Wichtigkeit dieses Themas hingewiesen.

Parallel zu den politischen Prozessen um die Konzessionsverlängerung laufen die Abklärungen und Gespräche bezüglich der Haftungsfragen für vergangene Aktivitäten und bestehende Kavernen. Auf diesem Weg sind wir bestrebt, den Kanton bzw. die Kantone möglichst umfassend in die Verantwortung zu nehmen für den Fall, dass die Schweizer Salinen AG in Konkurs gehen.

Die von Prof. Dr. S. Löw in seinem Bericht geäusserten Bedenken bezüglich Dichtheit und Stabilität sind zwar Teil der Haftungsdiskussion, wurden jedoch nicht explizit diskutiert, da sie vergangene Aktivitäten betreffen bzw. erst im Rahmen eines neuerlichen Bewilligungsverfahrens (Umweltverträglichkeitsprüfung, etc.) wieder geprüft würden. Den genannten Bericht sowie die Antwort auf den Antrag der IG Rütihard finden Sie unter www.muttenz.ch.



Erneuerbar und vergünstigt - die Gemeinde fördert Solarenergie
Der Gemeinderat hat beschlossen, der Firma Alteno Solar AG das Dach des Werkhofs unentgeltlich für eine Solaranlage mit über 400 Modulen zur Verfügung zu stellen. Damit will man einerseits die erneuerbaren Energien fördern, andererseits kann die Gemeinde gleichzeitig von einem vergünstigten Stromtarif aus der Anlage profitieren. Denn rund 64'000 kWh jährlich kann der Werkhof voraussichtlich gleich selber beziehen. Damit soll der Stromverbrauch des Werkhofs in Zukunft im Idealfall vollumfänglich über die Solaranlage gedeckt werden können. Die restlichen rund 76'000 kWh wird die Alteno Solar AG an die Primeo Energie verkaufen.



Friedhof Muttenz, Gräberaufhebung per 31. Dezember 2021

Nach Ablauf der reglementarischen Ruhedauer werden per Ende 2021 auf dem Friedhof
Muttenz 64 Gräber aufgehoben. Es handelt sich um

21 Sarg-Reihengräber aus dem Jahr 2001

24 Urnen-Reihengräber aus dem Jahr 2001

13 Urnen-Wandnische aus den Jahren 2001

6 Urnen-Wandplattengräber aus dem Jahr 2001

Die Kontaktpersonen werden nach Möglichkeit persönlich angeschrieben und über die Grabaufhebung orientiert. Bei den aufzuhebenden Gräbern werden Hinweisschilder angebracht. Der Grabschmuck (Pflanzen usw.) kann bis zum Jahresende 2021 abgeholt werden. Vor dem Abholen des Grabmals ist eine Terminvereinbarung mit dem Friedhof nötig. Die Kontaktaufnahme/Meldung hat bis am 17.12.2021 zu erfolgen.

Nach dem 01.01.2022 verfügt die Gemeinde über den Grabschmuck und das Grabmal, d.h. die Eigentumsrechte der Angehörigen erlöschen. Die Mitarbeitenden des Friedhofs räumen die Gräber kostenlos ab und entsorgen die Grabmäler.

Auskünfte erteilen: Bestattungswesen (Tel. 061 466 62 60) und Friedhof (Tel. 076 377 68 49).



Nachruf Hans Rudolf Stoller
In stiller Trauer nehmen wir Abschied vom ehemaligen Gemeindeverwalter Hans Rudolf Stoller, der am 28. August 2021 im Alter von 82 Jahren verstorben ist.

Hansruedi Stoller war 20 Jahre lang, von 1979 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1999, Gemeindeverwalter von Muttenz.

Hansruedi Stoller wuchs in Langenthal auf und verliess in jungen Jahren sein Elternhaus. Sei-ne Ausbildung absolvierte er zuerst bei der Post, was ihn auch nach Basel führte, wo er eine kaufmännische Ausbildung abschloss. In der Region war er in seiner beruflichen

Karriere bei der Papierfabrik in Laufen, der Baufirma BBG in Reinach und in der Uhrenfabrik Thommen in Oberdorf tätig. Auch eine Stelle als Sekretär bei der Gemeinde Binningen übte er aus, was offenbar sein Interesse an der Verwaltungstätigkeit weckte. Später wurde er stell-vertretender Gemeindeverwalter von Birsfelden. Diese Anstellung öffnete ihm die Türen zu Muttenz, wo Hansruedi Stoller 1979 zum Gemeindeverwalter gewählt wurde. Seine Tätigkeit fiel in die jeweilige Ära der Gemeindepräsidenten Fritz Brunner bzw. Eros Toscanelli. Hans-ruedi Stoller war kein Mann der vielen Worte. Was er aber sagte, hatte Hand und Fuss. Dies brachte ihm in den zahlreichen Gremien der Gemeinde grossen Respekt ein. Durch seine Nähe zum Gemeindeverwalterverband zeigte er sich stets aufgeschlossen für Neuerungen. Einen Meilenstein bildete dabei seine Umstellung der Protokollierung im Gemeinderat in ein Geschäftsverwaltungssystem mittels vorbereiteten Geschäftsfällen und Protokollauszügen. Hansruedi Stoller war bekannt für seinen bestimmten und klaren Führungsstil. Er verstand es, durch nette, meist unerwartete persönliche Worte und Gesten die Mitarbeitenden zu motivieren. So waren z.B. seine kleinen Geschenke an die Mitarbeitenden zu Geburtstagen oder an Weihnachten immer mit einer persönlichen, treffenden Note versehen.

Als Ausgleich zur eher nüchternen Verwaltertätigkeit hatte Hansruedi Stoller ein überraschen-des Talent für die Zauberei. Als Mitglied im Zauberring Basel war er viele Jahre als Zauber-künstler mit dem Künstlernamen Bob Stello aktiv auf der Bühne oder an kleineren Auftritten zu sehen. Des Weiteren war er ein begeisterter Modellflugpilot und Radsportanhänger. Leider musste er diesen Sport nach einem schweren Sturz kurz vor seiner Pensionierung aufgeben. Weitere grosse Leidenschaften waren sportliche Autos und v.a. Reisen in ferne Länder. So führte ihn seine letzte grosse Reise zu seinem 80. Geburtstag zusammen mit seiner Frau nochmals in das geliebte Südafrika.

Hansruedi Stoller war seit 1965 mit Margrit, geborene Thommen, verheiratet. 1971 kam ihre Tochter Eliane zur Welt. Hansruedi und Margrit Stoller sind im Jahr 2008 von Muttenz nach Pratteln gezogen. Nach einem kurzen Heimaufenthalt in der Nägelin Stiftung Pratteln durfte er friedlich einschlafen.

 


Hans Rudolf Stoller, Gemeinderat Muttenz
Hans Rudolf Stoller

Datum der Neuigkeit 20. Sept. 2021