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Projektstand Hagnau/Schänzli

Hagnau/Schänzli: nächste Runde eingeläutet

Der Gemeinderat hat gestern Donnerstag das überarbeitete Richtprojekt Hagnau/Schänzli vorgestellt. Es beinhaltet wichtige Anliegen aus der Bevölkerung, den vorberatenden kantonalen und kommunalen Kommissionen und gilt als Grundlage für die Ausarbeitung der Quartierpläne Hagnau-Ost und -West sowie der Grünzone Schänzli.

Das Gebiet Hagnau/Schänzli erhält in den nächsten Jahren ein neues Gesicht. Um von Beginn weg die Bevölkerung aus erster Hand zu informieren und Rückmeldungen in die Planung einfliessen zu lassen, hat der Gemeinderat die Bevölkerung früh in das kooperative Quartierplanungsverfahren miteinbezogen. Interessierte Muttenzerinnen und Muttenzer hatten so die Möglichkeit, sich vertieft mit dem Richtprojekt Hagnau und der Entwicklung des Schänzli-Areals auseinanderzusetzen. Neben viel Goodwill und Zustimmung zu der geplanten Hochhausplanung, äusserten sie im Rahmen von drei Beteiligungsveranstaltungen auch punktuelle Kritik. Insbesondere das Thema Verkehr und Lärm beschäftigte die Teilnehmenden, aber auch Fragen zur Nutzung, zum Freiraumkonzept und zur Dichte. Gleichzeitig forderten Anwohnerinnen und Anwohner mit einem Antrag gemäss § 68 Gemeindegesetz, für das ganze Siedlungsgebiet der Gemeinde eine Bauhöhenbeschränkung von 45 Metern. Die Gemeindeversammlung sprach sich im März 2017 nach einer ausführlichen Debatte jedoch deutlich gegen dieses Anliegen aus. Der Gemeinderat zeigt sich gerade hinsichtlich der Arealentwicklung Hagnau erfreut darüber, einerseits weil er wie der Kanton das gut erschlossene Gebiet als idealen Standort für eine dichte Nutzung mit Hochhäusern erachtet und damit andererseits den Verdichtungsdruck auf das restliche Siedlungsgebiet reduzieren kann.

Keine Lärmzunahme
Im Rahmen der Überarbeitung des Richtprojektes wurden die fünf geplanten Hochhäuser von 41 bis 91 Metern Höhe verschlankt und ihre Ausrichtung optimiert. Das ermöglicht nochmals bessere Durchblicke von und zu allen Seiten. Insbesondere in den angrenzenden Quartieren sind die Gebäude aus der Gartenperspektive meist nur noch gering wahrnehmbar (vgl. Foto). «Andere Optionen mit deutlich weniger hohen und dafür massigeren Einzelbauten haben wir in unzähligen Variationen geprüft. Wir mussten aber feststellen, dass sie den Anwohnerinnen und Anwohnern mehr Lärm, und eine Wandwirkung bringen würden und auch verkehrsmässig keine bessere Lösung zulassen», erklärt Thomi Jourdan, Vorsteher des Departements Bau und Planung. «Die im Rahmen der Beteiligungsveranstaltung geforderten Lärmberechnungen belegen, dass das Bauprojekt für die angrenzenden Quartiere keine Lärmzunahme bringt», erklärt Jourdan. Zudem verweist er auf die optimierte Verkehrsplanung: Bereits die ersten Verkehrssimulationen haben nur begrenzte Rückstaugefahr in der St. Jakobs- und Hagnaustrasse gezeigt. Dank einer angepassten Fahrbahnführung würde der Verkehr nun sogar in den Abendspitzenzeiten und im Falle einer weiteren Verkehrszunahme flüssig über den geplanten ASTRA-Kreisel laufen. «Auch der Sorge, das Problem könnte sich lediglich auf den Knoten St. Jakob verlagern, sind wir zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt nachgegangen. Ebenfalls mit positivem Ergebnis», so Jourdan, denn die Simulation zeigt auch hier keinen Rückstau.

Wohn- und Freiraumqualität
Die geplante Nutzung war in den Beteiligungsveranstaltungen mehrheitlich unbestritten: Neben 500 Wohnungen mit bester Aussicht sollen hier bis zu 800 Arbeitsplätze entstehen u.a. dank dem geplanten Multiplexkino und dem Bowlingcenter der KITAG Kino-Theater AG sowie einem Quartierladen, einem Fitnesscenter, Cafés und Büroräumlichkeiten. Kritischer beurteilt wurde demgegenüber die künftige Parkierungssituation im Quartier. Einige Teilnehmende befürchteten, die geplanten Bebauung könnte zu einer Zunahme der Parkplatzsuche in den umliegenden Quartieren führen. Der Gemeinderat betont, dass er die Sorgen kenne, von den Entwicklern ein überzeugendes Mobilitätskonzept fordere und unabhängig von der Arealentwicklung Hagnau bereits an einem umfassenden Parkraumkonzept für die gesamte Gemeinde arbeite.

«Auch den mehrfach geäusserten Wunsch nach qualitativ gutem aber bezahlbarem Wohnraum können wir nachvollziehen. Letztendlich entscheidet wie bei allen privaten Bauvorhaben allerdings die private Grundeigentümerschaft über den Wohnungsmix», sagt Jourdan und versichert, dass alle Beteiligten ein Interesse daran hätten, dass das neue Quartier und das Schänzli zu attraktiven Orten für alle Muttenzerinnen und Muttenzer werden. Tatsächlich entstehen zwischen den Hochbauten mit Wohnungen und Gewerbeflächen auf 13'000 Quadratmetern meist öffentliche und terrassierte Grün- und Freiraumflächen, deren Ausgestaltung zuletzt weiter präzisiert wurde. Dabei ist auch die teilweise angezweifelte Machbarkeit einer Baumbegrünung der terrassierten Flächen geklärt worden. Das Areal wird mit sicheren Verbindungen für Velo- und Rollstuhlfahrende sowie Fussgänger durchzogen und das Wohngebiet an den 70'000 Quadratmeter grossen Grün- und Bewegungsraum Schänzli angebunden. «Besondere Aufmerksamkeit haben wir auf mehrfachen Wunsch nochmals den sicheren Veloverbindungen in die Stadt und nach Birsfelden gewidmet», sagt Jourdan. So soll entgegen der ersten Planung u.a. die bestehende Fussgängerbrücke und -rampe von der Schweizerau in die Birsfelderstrasse beibehalten und saniert werden.

Hand in Hand mit dem Schänzli
Die Planung für die Hagnau-Areale erfolgt integral mit derjenigen für das Schänzli. «Wir verstehen die bestehenden und neu entstehenden Freiräume nicht als Restraum der Siedlung, sondern entwickeln sie als Ganzes», betont Jourdan. So könne das Schänzli auch dank der dichten Nutzung nebenan unbebaut bleiben und zu einem naturnahen Grün- und Bewegungsraum für unterschiedlichste Bedürfnisse werden. Der Gemeinderat und der Regierungsrat haben deshalb im Januar 2017 beschlossen, das noch im Kantonsbesitz befindliche Schänzli im Baurecht an die Einwohnergemeinde Muttenz zu überführen. Obschon die entsprechenden Vertragsverhandlungen derzeit noch am laufen sind, darf die Gemeinde bereits am neuen Nutzungskonzept und Quartierplan arbeiten.

Alle drei Quartierpläne werden voraussichtlich im Juni 2018 der Gemeindeversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt.

Detaillierte Informationen zur gesamten Quartierplanung Hagnau/Schänzli finden Sie auf der Website:
www.hagnau-schaenzli.ch

Modell im Gemeindehaus
Das aktualisierte Modell des Bebauungskonzepts Hagnau und der Grünzone Schänzli ist bis zu den Sommerferien im 1. Stock des Gemeindehauses am Kirchplatz 3 ausgestellt.
Die Besichtigung ist zu den gewohnten Schalteröffnungszeiten möglich.
Modell Richtprojekt 2017
Hagnau/Schänzli Modell Richtprojekt 2017

Datum der Neuigkeit 19. Mai 2017